Musikerinnen

In den Gängen der Haute Ecole de Musique de Neuchâtel treffen wir uns zum ersten Mal. Unsere Wege trennen sich für eine Weile, jeder von uns wird sein Studium in anderen Ländern fortsetzen, aber die Idee, sich eines Tages wieder zu treffen, bleibt in unserem Kopf. So entstand im Juni 2016 unser duoGL, das bestrebt ist, jedes unserer Instrumente in einer intimen Formation wieder zum Klingen zu bringen und durch seine enorme Palette eine Vielzahl von Möglichkeiten zu bieten.

Nach zweieinhalb Jahren intensiver Arbeit und Konzerten sind nach und nach drei Arten von Projekten entstanden, die wir heute entwickeln wollen.

Einer wird als DIALOG bezeichnet. Es bringt sehr unterschiedliche Werke zusammen, die jeweils auf ihre Weise das Thema des Austauschs zwischen den beiden Stimmen unserer Instrumente veranschaulichen. Für dieses Projekt wird eine Aufnahme mit den Komponisten Bach, Honneger, Vasks und Halvorsen vorbereitet.

Parallel dazu starteten wir 2018 unsere ersten Salonkonzerte und trafen unser Publikum direkt zu Hause und boten ihm die Möglichkeit, das Programm auszuwählen, das er hören wollte. Es ist ein Abenteuer, dem wir uns verschrieben haben, um immer engere Bindungen zu denjenigen knüpfen zu können, die uns folgen.

Schließlich die Vielfalt der Künste. Im Jahr 2017 erhielten wir die grosse Freude, mit dem Schauspieler und Leiter des Théâtre du Passage in Neuchâtel, Robert Bouvier, die Bühne zu teilen, basierend auf Texten von Maurice Bavaux, gebürtiger Neuchâteler. Im Sommer 2018 entstand eine weitere Show "Voici que l'esprit vole", die uns mit zwei jungen Schauspielern, Alexandre Risso und Martin Jaspar, um die Gedichte von Arthur Rimbaud vereint. Die Mischung der Künste ist eine immense Quelle der Inspiration und hat uns ein neues und schönes Fenster geöffnet.

Wir freuen uns, Ihnen immer mehr Vermögen bieten zu können und freuen uns auf neue Abenteuer mit Ihnen.

 

© Shirley Suarez photography

Marie-Ophélie Gindrat

Marie-Ophélie Gindrat, eine französischsprachige Geigerin, liebt die Kammermusik, der sie einen großen Teil ihrer Zeit widmet, ebenso wie ihre Liebe zu großen literarischen Konzerten. Im Jahr 2016 gründete sie mit Gaëlle Lefebvre ein Geige-Cello-Duo. Gemeinsam haben sie eine Saison von Salonkonzerten ins Leben gerufen, bei denen sie ihr Publikum treffen, indem sie zu Hause spielen.

Marie-Ophélie Gindrat tritt seit ihrem 12. Lebensjahr regelmäßig als Solistin auf, ebenso wie im April 2017 mit ihrem ehemaligen Lehrer Benjamin Schmid und der Stravaganza. Zu Beginn ihres Studiums in Salzburg hatte sie die Möglichkeit, mit dem Mozarteum Übungsorchester die Sarasate Zigeunerweisen zu spielen. Ende 2018 hatte sie auch die Möglichkeit, Kurt Atterbergs Doppelkonzert mit Léa Legros-Pontal und die Camerata Ataremac zu spielen. Sie wird diese Ensemble im April 2019 wieder leiten.

Ihr Konzertstudium schloss sie 2015 am Mozarteum ab und besuchte Meisterkurse bei Detlef Hahn, Laurent Corcia, Benjamin Schmid und Michael Wainman. Außerdem wurde sie gebeten, das Symphonieorchester der Universität Mozarteum unter der Leitung von Hans Graaf und Gernot Sahler als Konzertmeister zu leiten. Außerdem war sie 4 Jahre lang Konzertmeisterin im Übungsorchester Mozarteum und leitete im Juli 2014 das Musicacosi-Orchester unter der Leitung von Peter Gülke. Seit 2012 ist sie Mitglied im der "orchestre des jardins musicaux" und spielt als Vertreterin des ESN (Ensemble Symphonique Neuchâtelois).

Nach ihrem Studium in Salzburg lebte sie wieder in der Schweiz und eröffnete ihre Violin4all-Schule in Freiburg, um ihr Wissen an die nächste Generation weiterzugeben. Gleichzeitig spezialisierte sie sich auf einen Master in Pädagogik in der Klasse von Corina Belcea an der Hochschule der Künste Bern, den sie im Januar 2019 mit Auszeichnung abschloss.

Saison 2018/2019

Gaëlle Lefebvre

Nach ihrem Bachelorstudium in der Klasse von Denis Severin an der Musikhochschule in Genf (Haute Ecole de Musique de Genève), welches sie im Jahr 2011 mit dem Bachelor-Diplom abschloss, absolvierte Gaëlle Lefebvre ihr Masterstudium Performance in der renommierten Klasse von Thomas Demenga an der Musikhochschule in Basel (Musik- Akademie Basel/Musikhochschulen FHNW). Das Masterdiplom erhielt sie mit Auszeichnung.

Vor allem die Arbeit im Orchester und in Ensembles liegt ihr am Herzen, wonach sie auch hauptsächlich die Weiterentwicklung ihrer Interessen und Kenntnisse richtet. Ihre

ersten wichtigen Erfahrungen im Zusammenspiel durfte sie bereits im direkten musikalischen Umfeld ihrer Jugendzeit sammeln. Später wurde sie am Conservatoire de Bayonne in der Klasse von Yves Bouillier und in Paris in der Klasse von Dominique de Williencourt weiter gefördert.

Sie hatte die Gelegenheit, von vielen renommierten und interessanten Persönlichkeiten weitere Impulse zu erhalten und mit ihnen zusammen arbeiten zu dürfen. Dazu gehören die Mitglieder des Quatuor Ysaÿe und des Quatuor Talich sowie die Cellisten Philippe Muller, Yvan Chiffoleau, Pieter Wispelwey und Natalia Gutman.

Gaëlle Lefebvre wirkt seit 2008 in zahlreichen Kammermusik- oder in Orchesterkonzerten (ESN, SOL, ITEMPI, NOB...) in der Schweiz, in Frankreich und in Deutschland mit.

Um ihren beruflichen Horizont zu erweitern und sich auch persönlich weiter zu entwickeln, absolvierte sie im 2016, neben ihrer Konzertätigkeit, ein Masterstudium Musikpädagogik, ebenfalls in der Klassse von Thomas Demenga an der Hochschule für Musik in Basel.